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Synopsis

U.S. Marshal Bill Logan

Band 20

Stirb, Sausalito!

Western von Pete Hackett

 

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

 

 

Über den Autor

Unter dem Pseudonym Pete Hackett verbirgt sich der Schriftsteller Peter Haberl. Er schreibt Romane über die Pionierzeit des amerikanischen Westens, denen eine archaische Kraft innewohnt, wie sie sonst nur dem jungen G.F.Unger eigen war - eisenhart und bleihaltig. Seit langem ist es nicht mehr gelungen, diese Epoche in ihrer epischen Breite so mitreißend und authentisch darzustellen.

Mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren ist Pete Hackett (alias Peter Haberl) einer der erfolgreichsten lebenden Western-Autoren. Für den Bastei-Verlag schrieb er unter dem Pseudonym William Scott die Serie "Texas-Marshal" und zahlreiche andere Romane. Ex-Bastei-Cheflektor Peter Thannisch: "Pete Hackett ist ein Phänomen, das ich gern mit dem jungen G.F. Unger vergleiche. Seine Western sind mannhaft und von edler Gesinnung."

Hackett ist auch Verfasser der neuen Serie "Der Kopfgeldjäger". Sie erscheint exklusiv als E-book bei CassiopeiaPress.

 

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author  www.Haberl-Peter.de

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de 

 

Als 'Shotgun' Larry den Hufschlag vernahm, ahnte er, dass ihn Cuchillo, das Halbblut, in einen Hinterhalt geschickt hatte.

Es waren etwa ein halbes Dutzend Pferde, die auf seiner Spur getrieben wurden.

Jeder Zug im Gesicht des U.S. Marshals drückte grimmige Entschlossenheit aus. Er trieb seinen Vierbeiner zwischen einige Felsen, saß ab, leinte das Tier am Ast eines Mesquitestrauches fest, holte seine Winchester aus dem Scabbard und erklomm einen der Felsen.

Hochschlagender Staub über dem Scheitel eines Hügels und das dumpfe Pochen der Hufschläge sagten 'Shotgun' Larry, dass die Banditen ganz nahe waren. Er lud durch. Das scharfe, metallische Geräusch stand einen Lidschlag lang in der Luft...

Dann bog der Pulk um einen Geröllhang.

Es waren tatsächlich sechs Kerle. Der U.S. Marshal sah ihre bärtigen, verwegenen Gesichter. Sie hielten die Gewehre in den Händen und ließen die Pferde traben.

Larry presste die Lippen aufeinander. Sie bildeten nur noch einen dünnen, blutleeren Strich. Hart traten die Backenknochen in seinem Gesicht hervor. Es war zum einen eine ziemliche Übermacht, die ihm im Genick saß. Zum anderen war es gewiss eine ausgesprochen hart gesottene, mit allen Wassern gewaschene Bande, die für Cuchillo den Revolver schwang.

Jud wusste, dass ihm ein schwerer Kampf bevorstand. Er hob das Gewehr an die Schulter, zielte kurz, dann krümmte er den Finger.

Der Knall trieb den sechs Banditen entgegen. Vor den Hufen des vordersten Pferdes spritzte der Sand. Eine kleine Staubfontäne wirbelte dort in die Höhe, wo die Kugel eingeschlagen war. Das Tier scheute. Sein Reiter, ein hartgesichtiger, scharfäugiger Hombre bändigte es mit stählerner Faust, legte ihm die Schenkel an und presste ihm die Luft aus den Lungen. Das Tier wieherte gequält auf, rollte mit den Augen und scharrte mit dem Huf.

Auch die anderen Reiter rissen und zerrten an den Zügeln.

Dann stand der Pulk. Die Pferde tänzelten erregt. Die Augen der sechs Kerle tasteten das Terrain ab und blieben an der Stelle hängen, über der die Pulverdampfwolke nach Larrys Schuss zerflatterte.

Die Hände der Kerle saugten sich härter um die Gewehre fest. Unruhe machte sich breit. Unbehagen prägte die Mienen.

Es war ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Larry sah zwei Mexikaner, drei heruntergekommene Amerikaner und einen Mestizen. Es waren Kerle, denen Verworfenheit, Niedertracht und Brutalität in die Gesichter geschrieben stand.

Ein trockenes Knacken zeigte an, dass Larry repetierte.

"Verschwindet!", trieb Larrys Stimme von dem Felsen in die Tiefe. "Wendet eure Pferde und zieht Leine. Euch hat Cuchillo hinter mir hergeschickt. Er hat mich angelogen. Er wollte mich nur aus Sand Springs hinauslocken, um dort kein Aufsehen zu erregen, wenn er mich abservieren lässt. Sausalito haust nicht oben am Apache Pass. Cuchillo ist Sausalito!"

Sausalito war der Mann, der mit einer Bande von Mördern, Räubern und Vergewaltigern vor vier Jahren die Eltern Larrys ermordete und Liz, Larrys Schwester, entführte.

Im Dorf des Comanchenhäuptlings Büffelhorn glaubte Larry, in Keomi, der Squaw des Unterhäuptlings Lone Wolf, seine Schwester wiedererkannt zu haben.

Und dann hörte er von Cuchillo, dem Halbblut, das in Sand Springs lebte und mit einer Garde von zwielichtigen Kerlen den Ort beherrschte. Dem Halbblut gehörte die halbe Stadt. Ehe es sesshaft wurde, soll es in New Mexiko und Texas als Comanchero mit den Rothäuten Handel getrieben haben.

Larry ließ sich von Richter Humphrey beurlauben und ritt mit der Hoffnung im Herzen nach Sand Springs, dass Cuchillo ihm etwas über Sausalito berichten könnte, der ebenfalls ein bekannter Comanchero gewesen war, ehe er untertauchte...

"Du phantasierst, Amigo!", rief einer der Mexikaner mit hartem Akzent. Ein wagenradgroßer Sombrero saß auf seinem Kopf. Über seine Brust kreuzten sich zwei Patronengurte. Matt schimmerten die Böden der Patronenhülsen in den Schlaufen. Sattel und Zaumzeug seines Pferdes waren mit blitzenden Nieten beschlagen. "Sabe Dios, Hombre, wir sind harmlose Pilger, die wohl zufällig in die selbe Richtung reiten wie du. Also lass uns unseres Weges ziehen."

"Du bist mir in Sand Springs aufgefallen, Hombre", versetzte Larry mit klarer, präziser Stimme. "Also erzähl keine Märchen. Reitet zurück und bestellt Sausalito, dass ich ihn mir holen werde."

Der Mexikaner zischte einen Befehl.

Die Kerle jagten die Pferde auseinander. Für kurze Zeit waren nur das Trommeln der Hufe zu vernehmen, Klirren, wenn ein Huf auf felsigen Untergrund traf, Wiehern und das raue Geschrei der Banditen. Staub trieb auseinander.

Larry jagte zwei ungezielte Schüsse aus dem Lauf. Er förderte damit das Durcheinander in dem Pulk.

Schnell stieg er von dem Felsen und sprang in den Sattel. "Lauf!", knirschte sein Organ. Er spornte das Pferd an. Es setzte sich sofort in Bewegung.

Rings um ihn erklangen Hufschläge. Die Banditen jagten zwischen den Hügeln und Felsen dahin und beabsichtigten sicherlich, ihn zwischen sich zu bekommen.

Der U.S. Marshal stellte sich auf ein gnadenloses Kesseltreiben ein.

Er jagte sein Pferd nach Norden, donnerte in eine Senke und durchquerte sie auf geradem Weg. Einmal sah er östlich von sich zwei Reiter auftauchen, die aber sogleich wieder hinter einer Bodenwelle verschwanden.

Larry warf einen schnellen Blick über die Schulter nach hinten.

Auf direktem Weg folgten ihm zwei weitere Kerle. Die Hufe ihrer Pferde schienen kaum den Boden zu berühren. Der Reitwind bog die Krempen ihrer Hüte vorne senkrecht in die Höhe. Ihre Halstücher flatterten.

Felsiges Terrain nahm Larry wieder auf. Er jagte auf der Sohle zwischen den Felswänden dahin. Schließlich öffnete sich vor ihm ein Canyon. Er lenkte das Pferd hinein. Der Boden war abschüssig. Larry hatte das Gefühl, in den Leib der Erde abzusteigen. Die Felswände traten weit auseinander und schwangen sich zu beiden Seiten terrassenförmig nach oben.

'Shotgun' Larry parierte das Pferd.

Krachen und Klirren holte ihn ein.

Auch über sich vernahm er diese Geräusche. Während ihm einige der Banditen in den Canyon gefolgt waren, zogen die anderen oben am Rand des Plateaus dahin, um ihm dort, wo der Canyon endete, den Weg mit Pulverdampf und Blei zu verlegen.

Stellenweise traten die Felsen bis zu einer Viertelmeile auseinander. Die Umgebung schien an Larry vorbeizufliegen. Einmal wurde er vom Rand der Schlucht aus unter Feuer genommen. Er schaute nach oben und sah in schwindelnder Höhe zwei der Banditen auf ihren Pferden verharren. Und ihm entging nicht das Aufglühen der Mündungsfeuer...

Unbeirrt stob Larry weiter.

Dann sah er linkerhand einen Seitencanyon, dessen Sohle steil anstieg.

Der Marshal riss das Pferd zurück. Erdreich spritzte unter den bremsenden Hufen. Nach kurzer Überlegung lenkte Larry sein Pferd in den schmalen Canyon. Es war mehr ein natürlicher Pfad, der sich nach oben wand. Schon nach 20 Yards verschwand er um einen Felsvorsprung. Larry sprang vom Pferd und führte es am Kopfgeschirr.

Unten schlugen die Geräusche seiner Verfolger heran.

Und plötzlich endete der Pfad. Ein Geröllhang schwang sich vor dem Marshal steil nach oben. Es war fast unmöglich, ihn mit dem Pferd zu überwinden. Larry fluchte in sich hinein.

Zurück konnte er nicht mehr. Er würde seinen Jägern direkt in die Arme reiten.

Der Blick des Marshals tastete sich an den Felsen nach oben. Es gab keinen Ausweg. Er registrierte es und zwang sich zu Ruhe und klarer Überlegung.

Larry führte sein Pferd hinter einen Felsen und ließ die Zügel zu Boden fallen. Dann kehrte er mit dem Gewehr in der Hand zum Fuß des Geröllhanges zurück und suchte sich einen größeren Felsblock, der ihm als Deckung gegen Kugeln von unten als ausreichend erschien.

Es war plötzlich still geworden in der steinernen Welt.

Das Hufgetrappel im Canyon war verklungen.

Wahrscheinlich pirschten die Banditen schon wie ein Rudel ausgehungerter Wölfe näher.

Larry stand ein Kampf auf Leben und Tod bevor. Er spürte keine Furcht. In ihm war eine steinerne, kalte Ruhe...

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